• Ayeshe Hercules

Fortschritt darf einfach sein

Aktualisiert: Jan 31


Ein häufiger Fehler, den Menschen bei ihren Fitnesszielen machen, ist der Versuch, sich sich etwas aufzuzwingen. Wenn Dir Dein Fitnesslifestyle oder Abnehmen schwer fällt, Du in einer Spirale aus inneren Kämpfen, Schuldgefühlen und Frust landest, ist dieser Text für Dich - denn Fortschritt darf einfach sein.


Gehörst Du zu denen, die denken: "je härter, desto effektiver" ? Bist Du häufig maßlos frustriert und ärgerst Dich über Dich selbst? Nimmst Du Dir dann vor, noch strikter zu sein und Dich "endlich zusammen zu reißen“ ?


Sie suchen das perfekte Programm oder setzen sich selbst sehr strenge Regeln. Und wenn die nicht eingehalten werden, denken sie, es fehle an Willenskraft und Selbstkontrolle.


Vielleicht liegt es nicht an Dir. Sondern an Deiner Vorstellung über Fitness und Abnehmen.

Von nichts kommt nichts, das ist klar. Wenn Du Deinen Körper verändern möchtest, musst Du natürlich irgendwo anfangen. Doch deshalb brauchst Du Dir noch lange kein Konzept aufzuzwingen, das nicht zu Dir passt.

Deine Fitness-Reise darf Dir leicht fallen.


#1 Arbeite mit Dir, nicht gegen Dich

Wie kannst Du verhindern, dass Du bei Deinem Vorhaben überfordert bist, keine Fortschritte mehr machst oder aufgibst?


Versuche nicht, Dich an ein Konzept anzupassen. Sondern passe das Konzept an Dein Leben an.

Stell' Dir mal bildlich vor, dass Du einen neuen Weg beschreiten möchtest:

Du kennst die Strecke nicht. Du weißt nicht, welches Gelände Dir begegnen wird und wie lange Du unterwegs sein wirst. Aber Du bist wild entschlossen, ihn bis zum Ende zu gehen.

Komme was wolle. Ob lang, hart, steinig - ist Dir alles egal. Du wirst es durchziehen!

Doch ob Du es schaffst oder nicht, hängt überhaupt nicht davon ab, wie entschlossen Du bist.

Sondern von Dingen wie


1. Deine Vorbereitung

2. Deiner Ausrüstung

3. Deiner Fähigkeit, mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten umzugehen


Wer mit Sandalen ausgerüstet ist, sollte vielleicht lieber ebenes Gelände wählen. Wer eine Kletterausrüstung dabei hat, kann auch die Felswand erklimmen.

Wie sollte der Weg aussehen, sodass Du ihn bis zum Schluss gehen kannst? Oder wie kannst Du dich rüsten, um einen bestimmten Weg bestmöglich zu bewältigen?

Ich schreibe häufig darüber, dass Perfektion Illusion ist. So verschieden wir Menschen in unseren Charakterzügen sind, so individuell dürfen auch die Strategien zum Erfolg aussehen. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Und die wenigsten Menschen gehen mit der perfekten Ausrüstung an den Start.


Das ist auch gar nicht nötig. Vielleicht macht es sogar mehr Sinn, den Weg so zu wählen, dass man ihn mit seiner aktuellen Ausrüstung auch bewältigen kann. Wer Sandalen trägt, sollte vielleicht keine Felswände erklimmen.

Wenn Du denkst, Selbstdisziplin und ein Mangel an Willenskraft seien Dein Problem, liegst Du falsch.

Es bringt nichts, wenn Du Dich selbst fertigmachst – nur weil Du dachtest, Du hättest Dir nicht genug Mühe gegeben.

Fortschritt erfordert Veränderung. Doch Du darfst dabei durchaus berücksichtigen, ob Du der „Ganz- oder garnicht“ – Typ bist oder flexible Ansätze brauchst. Fortschritt ist nicht nur Mühe.

Fortschritt ist eine Balance aus Herausforderung und Belohnung. Die Komfort-Zone verlassen und sich in der erweiterten Komfort-Zone wohlfühlen.

Du kennst Dich doch selbst am besten. Baue Dir Systeme, Die Du auch umsetzen kannst.


#2 Hör auf Deine Gefühle


Mit eiserner Disziplin kann man sich selbst schnell in eine Sackgasse manövrieren. Denn das ist lediglich der Versuch, seine inneren Widerstände zu überwinden. Das kostet unnötig Energie und ist selten erfolgreich.Veränderung darf Dir Spaß machen, denn:

Was sich gut anfühlt, tun wir erneut. Was sich schlecht anfühlt, meiden wir.

Frust, Entbehrungen, Zwang und Verzweiflung fühlen sich definitiv nicht gut an und werden Dir keinen Fortschritt bringen.

Sobald Du in der Lage bist, Deine Bedürfnisse nach Essen, Ruhe, Bewegung oder was-auch-immer von Moralvorstellungen zu entkoppeln und akzeptieren kannst, dass Du bestimmte Gelüste hast und dass diese Gelüste Dich nicht zu einem schlechten Menschen machen – dann hat Deine Strategie die Chance, Dir Rückenwind zu geben.

#3 Hol' Dir Rückenwind

Das soziale Umfeld, also alle Menschen um uns herum, mit denen wir tagtäglich unsere Zeit verbringen, prägen uns. Und das in größerem Ausmaß, als wir uns vorstellen können.

Es heißt, man sei charakteristisch betrachtet der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen man sich regelmäßig umgibt[3]. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

Du bist, mit wem oder was Du viel Zeit verbringst. Wir Menschen neigen dazu, uns den Worten, Verhaltensweisen und Gewohnheiten unserer Mitmenschen anzupassen. Deine Freunde, Deine Familie, Deine Kollegen und sogar Dein Trainingspartner verändert Deine Gedanken, Einstellungen und Glaubenssätze unbemerkt und stetig.

Wer sind die Menschen, mit denen Du den Tag verbringst? Passen ihre Einstellung und ihr Lebensstil zu dem, was Du verkörpern möchtest? Können sie Dich motivieren, begeistern, mental unterstützen oder sogar aktiv begleiten? Oder gehören sie zu den Zweiflern, den Ängstlichen, den Kritikern, den Pessimisten, die Dich eher davon abhalten, mit Deinen Ideen richtig durchzustarten? Diese Sorte Mensch meint es nicht unbedingt böse, wenn sie Dich kritisiert oder von Deinem Vorhaben abbringen will. Oft wird die Negativität als Hilfestellung kaschiert und erklärt, man wolle Dich "beschützen" bzw. vor Misserfolgen bewahren. Sogenannte "Energievampire" findest Du in fast allen Lebensbereichen.

Umgib' Dich lange genug mit Energievampiren und Dein Fortschritt bleibt aus – meist ohne dass Du es merkst.

Aber wenn Du Dich mit den richtigen Menschen umgibst, ist es, als stünde Dir eine kleine Armee von Coaches zur Seite, die nichts Anderes im Sinn haben, als Dich zum Erfolg zu tragen. Suche Dir bewusst und gezielt Unterstützer oder Gleichgesinnte. Umgib’ Dich mit Menschen und Denkweisen, die Dir Rückenwind geben.

Das bedeutet nicht, dass Du all Deine Freundschaften aufkündigen und in ein isoliertes Büro umziehen musst, um Deinen Kollegen*innen aus dem Weg zu gehen.

Hol’ Dir Menschen, Inhalte und Denkweisen in Dein Leben, die Dich inspirieren, anspornen und die positiven Seiten in Dir fördern.

Das müssen nicht mal reale Beziehungen sein – Du kannst konstruktive Denkweisen auch aus Büchern, Podcasts oder Fortbildungen beziehen. Erfolgreiche Persönlichkeiten veröffentlichen häufig Bücher oder halten Seminare. Inspirierende Menschen werden häufig interviewt.


FAZIT


Wenn Dir ein Fitnesslifestyle oder Abnehmen schwer fällt, Du in einer Spirale aus inneren Kämpfen, Schuldgefühlen und Frust landest, machst Du etwas falsch. Viele tun sich aus folgenden Gründen schwer, den gewünschten Fitness-Lifestyle aufzubauen oder ein Figurziel zu erreichen:

1. Sie suchen nicht den passenden Weg für sich. Sie glauben, sie bräuchten mehr Selbstdisziplin, mehr Willenskraft, mehr Selbstkontrolle, um ein bestimmtes Konzept durchzuziehen. Doch in Wahrheit ist es umgekehrt: je mehr Du Dich quälst, desto unpassender ist die Strategie oder das Konzept für Dich.

2. Sie arbeiten gegen ihre Gefühle und versuchen, innere Widerstände zu überwinden. Veränderung darf Dir Spaß machen, denn: was sich gut anfühlt, tun wir erneut. Was sich schlecht anfühlt, meiden wir. Dein Fitnesstraining und Deine Ernährung sollten Dir auf irgendeine Weise gute Gefühle machen.

3. Wir sind, mit wem wir die meiste Zeit verbringen. Unterstützt Dich Dein Umfeld? Glaubt es an Dich und will es Dich glücklich und erfolgreich sehen, oder zweifelt es, hält Dich auf und zieht Dich runter? Die richtigen Menschen geben Dir Rückenwind. Verbringe weniger Zeit mit den Zweiflern und Nörglern und suche Dir Personen und Denkweisen, die Dich weiter bringen.

©Ayeshe Nawal Hercules I Personal Training & Ernährungsberatung Darmstadt

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